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actiLib Kodiak 6807
Hochskalierbare LTO-Tape Library
bis 42 Laufwerke und 560 Stellplätze


Anwendungsbeispiele und -hinweise: actiLib Kodiak 6807 LTO Tape Libary

Allgemeine Hinweise zum Betrieb von LTO-Tape-Drives neuester Generation in IT-Umgegungen

Heute stehen neue LTO-Generationen zur Verfügung, die nicht nur hinsichtlich der Speicherkapazität, sondern besonders hinsichtlich der Datenaufzeichungsgeschwindigkeit hohe Anforderungen an die Backup-Server stellen. Auch wenn die LTO Tape Drives über automatische Geschwindigkeitsanpassungen verfügen, so werden die Leistungsmerkmale nur bei optimaler Anpassung an das Server-/Host-System erreicht. So benötigen beispielsweise die LTO-8/LTO-7 Tape Drives einen kontinuierlichen Datenstrom von 300 MB/s, um eine optimale Performance mit native Daten zu erreichen. Bei Nutzung der eingebauten Hardware-Datenkompression (Data Compression) können hier sogar Transferraten von bis zu 750 MB/s nötig sein, um die LTO-Streamer optimal zu betreiben.

Wir empfehlen bereits in der Planungsphase die LTO Tape Automation hinsichtlich Performance und Kapazität in Verbindung zu den Backup-Servern und zur Backup-Software diesbezüglich zu projektieren.

 

Backup mit actiLib Kodiak 6807 LTO Tape Library und actiNAS WIN 212
Backup-To-Disk-To-Tape (B2D2T) als 2stufige Datensicherung

Im Rahmen eines IT-Notfallplanes spielt die vorherige Datensicherung die entscheidene Rolle, denn ohne ein aktuelles, regelmäßiges Backup ist eine Systemwiederherstellung nach einem Datenverlust nicht möglich. Hier hat sich als Datensicherungsstrategie grundsätzlich ein mehrstufiges Backup etabliert, wobei das Backup-To-Disk-To-Tape (B2D2T) nach heutigem Stand der Technik die Datentransferraten und Kapazitäten zur Verfügung stellt, die für eine professionelle Datensicherung nötig sind.

In einer ersten Backup-Stufe wird über eine Backup-Software, die idealerweise auf dem actiNAS WIN 212 installiert ist, die Daten der Unternehmens-IT auf den Disk-basierenden Speicherplatz abgelegt. Auf dem actiNAS WIN 212 liegen idealerweise mehrere Datensicherungssätze, die täglich (ggf. auch wöchentlich und monatlich) organisiert sind. Wenn möglich sollte die tägliche Datensicherung immer komplett erfolgen, denn eine vollständige Datensicherung, die auf einem Disk-basierenden System gespeichert ist, stellt die schnellst mögliche Rekonstruktion einer verloren gegangenen VM oder eines Servers sicher. Durch den Zugriff auf ältere Datensicherungen können auch in vielen Fällen Schäden, die durch Viren oder Trojaner verursacht wurden (Stichwort: Ramsomware mit Locky, WannaCry und Co.), wieder korrigiert bzw. hergestellt werden.

Die zweite Backup-Stufe darf nicht außer Acht gelassen werden, denn nur durch eine regelmäßige Auslagerung der Daten an einen externen Ort wird ein professionelles Datensicherungskonzept umgesetzt. Durch diese Offline-Datensicherung werden die Daten außerhalb des Rechenzentrums gelagert und stehen auch noch nach einem totalen System-Verlust (Brand, Flut, Sabotage, Diebstahl) zur Rekonstruktion zur Verfügung. Die LTO Tape-Technologie, als etablierter und bewährter Standard für die Datensicherung auf auswechselbare Medien, bietet die hier nötigen Datentransferraten und Speicherkapazitäten an. Für die Sicherstellung eines regelmäßigen Medien-Wechsels oder zur Sicherung über mehrere LTO-Medien hinweg stellt eine actiLib LTO Tape Automation eine optimale Lösung dar. Angeschlossen an den actiNAS WIN 212 Backup-Server werden die Daten über eine auf dem Windows Storage Server installierten Backup-Software auf die actiLib LTO-Tape Automation übertragen. Zum Einsatz kommt hier die schnelle SAS-Systemschnittstelle. 

Es versteht sich von selbst, dass die LTO-Medien regelmäßig aus der actiLib LTO Tape Automation entnommen und an einem externen Ort sicher gelagert werden sollten.

actiLib Kodiak B2D2T

Abbildung: BackupTo-Disk-To-Tape (B2D2T) mit actiLib Kodiak 6807 LTO Tape Library

 

actiLib Kodiak 6807 LTO Tape Library im Storage Area Network (SAN)
Anschluss über die leistungsstarke FibreChannel-Schnittstelle

Im Umfeld eines zentralen Storage Area Network (SAN) ist FibreChannel für die Datenübertragung gesetzt. Der Datentransfer, die Steuerung der Robotik und das Management des actiLib LTO Tape Library erfolgt in aller Regel über eine Backupsoftware, die für die Umsetzung der Datensicherungsstrategie im Storage Area Network (SAN) zuständig ist.

Die LTO-Stellplätze sind in auswechselbaren Magazinen untergebracht und stehen für eine vorgegebene Datensicherungsstrategie mit beispielsweise täglicher Datensicherung zur Verfügung. Über das Folge-Media-Management (Folge-Band-Management) können auch Datensicherungen über mehrere LTO-Bänder hinweg erfolgen, so dass sehr große Datenmengen ohne Benutzereingriff gesichert werden können. Wir empfehlen die regelmäßige Entnahme der LTO-Medien und eine externe Lagerung (z.B.im Bankschließfach) zur Sicherung des Datenbestandes. Hierzu können sowohl einzelne LTO-Cartridges über Mail-Slots entnommen werden, als auch das Auswechseln ganzer Magazine.

 actiLib Kodiak im SAN 1

Abbildung: actiLib Kodiak 6807 LTO Tape Library im Storage Area Network (SAN)

 

Skalieren mit der actiLib Kodiak 6807 LTO Tape Library
Bis zu 42U mit bis zu 560 LTO-Stellplätzen

Bei der actLib Kodiak handelt es sich um eine hoch skalierbare, hoch flexible einzusetzende und somit mitwachsende LTO-Tape-Library. Das Herzstück bildet das actiLib Kodiak Basis-Modul, in denen in aller Regel die ersten LTO-Tape-Drive-Module eingebaut sind. Jeweils über die Schnittstelle des ersten LTO-Laufwerks wird die komplette Robotik (Medien-Wechsler) gesteuert. Zusätzlich zu dem Basis-Modul lassen sich bis zu sechs (drei oberhalb und drei unterhalb) Erweiterungsmodule einbauen, anschließen und betreiben. Auch in der vollen Ausbaustufe wird das komplette Management, die komplette Steuerung und der Datentransfer zentral über das Basis-Modul bzw. die jeweiligen LTO-Laufwerke durchgeführt.

actiLib Kodiak Skalierbar Abbildung:actiLib Kodiak 6807 LTO Tape Library Basis- und Erweiterungsmodule

 

Wichtiger Hinweis zur regelmäßigen Reinigung der actiLib LTO Tape Automations-Systeme

Systembedingt lagern sich Staub und möglicher "Abrieb" der Magnetbänder auf den Schreib-/Lese-Köpfen der LTO Tape Drives ab. Hohe Verschmutzung wird von den LTO-Laufwerken selbstständig erkannt, interne Prozeduren fordern automatisch ein LTO-Reinigungsband (LTO Cleaning Cartridge) an und es erfolgt eine Meldung an den Systemadministrator. Wir empfehlen dringend die regelmäßige Reinigung der LTO Tape Drives vorzusehen. Diese wird bei actiLib LTO Tape Automation komplett automatisch durchgeführt, wenn eine LTO-Cleaning-Cartridge von vorn herein in einer actiLib LTO Tape Automation vorhanden ist.

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